Digitale Katzenfibel
Startseite
Katze
Rassen
Auswahl
Verhalten
Ernährung
Gesundheit
Hinweise
Aspekte
Leserbriefe
Kinderseite
Links
Kontakt
Katzenalbum
Gästebuch
 
Digitale Postkarte

 

 

    
 


Dr.med.vet. Rasso Mantel Neu auf der Digitalen Katzenfibel: Ab sofort beantwortet Ihre Fragen Herr Dr. Rasso Mantel, Fachtierarzt für Kleintiere aus München. Schicken Sie bitte Ihre Fragen per E-mail oder nutzen Sie das Feedback-Formular (ganz unten auf der Seite). Fragen & Antworten werden in dieser Rubrik veröffentlicht.

PS: Dr. Mantel wird sich bemühen, die Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Gelegentlich kann es einige Tage dauern, wenn die Fragen komplexer sind oder Herr Doktor einige Tage verreist ist.

Bevor Ihre Frage an Herrn Dr. Mantel stellen, lesen Sie bitte unten Fragen und Antworten. Die Antwort auf Ihre Frage könnte bereits vorhanden sein. Ab sofort werden keine Verhaltenfragen mehr beantwortet. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an einen Verhaltenstherapeuten oder oder lesen Sie das Buch von Wolf-Dieter Schmidt Verhaltenstherapie der Katze. [25.03.2007]

Die Rubrik 'Leserbriefe' wurde Ende 2008 geschlossen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Dr. Mantel für zahlreiche beantwortete Fragen! [28.05.2009]

Lesen Sie auch: Dr. Rasso Mantel. Mammatumore bei Katzen

2008

Sehr geehrter Dr. Mantel, [27. November 2008]

würde gerne Ihre Meinung hören. Unsere Katze 12 Jahre hat etwa seit 4 Jahren einen chronischen Katzenschnupfen. Haben diverse TA konsultiert, leider mit keinem Ergebnis. Alle sagten sie müsse damit leben. Es ging ihr auch gut, außer daß ihr die Nase lief(meistens gelb/grün).Wenn es schlimm war gab ich Antibiotika, dann war es einige Tage gut.

Vor 2 Wochen tastete ich einen großen Tumor vom li Ohr bis an die Schilddrüse. Er muß schnell gewachsen sein, denn 2 Monate zuvor hatte sie ihn noch nicht. Ich eilte sofort zum TA, der meinte er wäre wahrscheinlich bösartig, weil er so schnell gewachsen ist. Er machte eine Feinnadelpunktion, darin sah er nur Drüsen- und Entzündungszellen. Das Blutbild war gut, keine Hyperthyreose. Er meinte man solle operieren, die Operation sei aber sehr schwierig wegen der Lage. Mein frühere TA (im Ausland meinte auch operieren und falls man den Tumor nicht beseitigen kann euthanasieren) Ich sagte, ich müsse mir das erst überlegen, weil sie immer noch gut frißt und scheinbar keine Schmerzen hat. Seither ist 1 Woche vergangen und ich taste weitere Tumore auf der rechten Seite der Luftröhre, auch schreit sie manchmal auf wenn sie Trockenfutter ist. Gebe ihr jetzt nur noch Naßfutter. Was mich verwundert ist, daß sie immer noch die erste am Futternapf ist. Eigentlich möchte ich ihr keine OP mehr zumuten. Alter, chron. Schnupfen, schwierige Tumorlage. Meinen sie das ist richtig?

Mit freundlichen Grüssen
Ingrid Brand

Dr. Mantel: Eine Antwort hierauf ist schwierig zu geben, ohne den Patienten wirklich zu sehen/zu kennen. Im Zweifelsfall sollten Sie vielleicht noch eine zweite Meinung einholen bzw. eine erneute Tumorabklärung durchführen lassen.

Es gibt Tumore der Lymphknoten, die in der Region manchmal schwierig zu befunden sind, manchmal braucht es statt einer Feinenadelaspiration doch noch eine echte Biopsie, um Sicherheit zu haben. Erst dann weiß man in diesem fall ja auch, woran man wirklich ist.


Guten Tag! [13. November 2008]

mein Name ist Christine Buchholz, ich komme aus Berlin! Die frage zu meiner Katze ist kurz erklärt, wenn sie zu mir kommt zum Schmusen u. Kuscheln, läuft ihr oft so ein dunkles flüssiges Sekret aus dem Po, zu mindest denke ich das es von dort kommt, da es äußerst unangenehm nach Kot o.ä. riecht! können sie mir erklären warum das so ist, ist meine Katze krank o. ist das völlig normal?

Vielen dank für ihre Hilfe!
mfg. Buchholz

Dr. Mantel: Es handelt es sich um Analbeutelsekret. Die Antwort wird wie öfter darauf hinauslaufen, daß ein Tierarzt die Analbeutel kontrollieren sollte...

Vielen dank für ihre schnelle Hilfe! Ist das gefährlich mit dem Sekret, tut ihr das weh? Was macht der Tierarzt in einem solchen Fall?

Viele liebe Grüße
Buchholz

Dr. Mantel: Die Sache kann durchaus etwas unangenehm sein, wenn sich Sekret staut. In dem Fall läßt sich das Sekret mit einem bestimmten Griff entleeren; solange es der Katze gut geht, würde ich zunächst abwarten.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [9. Oktober 2008]

unser 13 Jahre alter Kater (Perser-Mix) wird wegen einer Darmerkrankung seit zirka neun Monaten mit Cortison behandelt. Seitdem ist er seinen Durchfall und Blut im Stuhl losgeworden. Unser Tierarzt denkt, daß es Morbus Crohn oder so etwas ist. Außerdem haben wir das Futter umgestellt auf Kost für Tiere mit empfindlicher Verdauung.

In der letzten Zeit trinkt Mucki ungewöhnlich oft, manchmal dreimal in zwei Stunden. Früher haben wir ihn eher selten trinken sehen. Es darf nur kein Leitungswasser sein, das bei uns recht kalkhaltig ist. Regenwasser oder stilles Mineralwasser sind ihm am liebsten. Außerdem geht er natürlich öfter auf die Toilette.

Er frißt auch etwas mehr als früher, hat aber trotzdem etwa ein halbes bis ein Pfund abgenommen. An den Schulter- und Hüftgelenken ist er richtig knochig geworden. An den Rippen fühlt er sich aber so wie immer an.

Extrem auffällig ist, daß er ein richtiger "Brüllaffe" geworden ist, der nachts drei bis viermal aufsteht, durchs Haus geistert und wie ein Schaf blökt und schreit. Wir halten es nicht für Schmerzlaute, aber für einen Ausdruck von Mißbehagen. Auch tagsüber im Garten zeigt er dieses Verhalten.

Er war bislang sehr gut an unseren Rhythmus angepaßt und hat nachts oft bei uns im Bett geschlafen. Das macht er jetzt aber fast gar nicht mehr. Er ist ein richtig unruhiger Geist geworden.

Wir sind vor einem knappen Jahr umgezogen, das seltsame Verhalten hat aber erst vor drei Monaten eingesetzt. Der Besuch beim Tierarzt hat bezüglich Sehkraft und Gehör nichts ergeben. Allerdings wurde das Blut nicht untersucht.

Kann es sein, daß die Cortinsongabe zu derartigen Nebenwirkungen führt. Kann vielleicht Diabetes dahinter stecken. Wir haben schon versucht, seinen Urin einzufangen, um ihn untersuchen zu lassen, aber das schaffen wir nicht.

Muckis Tierarzt ist ein Katzenfreak, scheint uns aber ein bißchen wurschtig zu sein.

Welche Diagnoseschritte halten Sie für sinnvoll?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Und ein dickes Kompliment für Ihr tolles Angebot im Internet.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Bauer

Dr. Mantel: Prinzipiell ist v ermehrtes trinken und fressen unter Cortisoneinfluß nicht ungewöhnlich, abnehmen aber schon... Ich denke, es sollte nach anderen Krankheiten geforscht werden, die mit der Darmerkrankung nichts zu tun haben, sprich Urin- und v.a. Blutuntersuchung gemacht werden (Diabetes, Schilddrüsenproblem etc), außerdem ist natürlich auch die Frage, inwieweit sich die Darmerkrankung verschlechtert bzw. verändert hat, u.U. ist auch ein Tumor aus der Ursprungsproblematik entstanden, also wäre sicher röntgen und/oder Ultraschall ratsam.


Hallo Herr Dr. Mantel, [4. Oktober 2008]

ich hatte Ihnen erst vor ein paar Tagen von meiner weißen Perserkatze berichtet, ich war mit ihr beim Tierarzt und wollte die Zähne trotz des hohen Alters (18 Jahre ) ziehen lassen, leider kam dabei heraus das die Zähne gar nicht das Problem für das vermehrte sabbern sind, der Tierarzt stellte einen großen Tumor unter der Zunge fest und meinte, die Zunge sei z. T. schon ganz verhärtet, er hat jetzt eine Probe genommen, auf das Ergebnis warte ich noch.

Die Katze frißt und benimmt sich auch sonst ganz normal schnurrt und es sieht nicht so aus, das sie Schmerzen hat. Gibt es eine Therapie oder was kann ich sonst tun? Über eine Antwort würde ich mich freuen.

M.f.G.
Dagmar Fuhrmann

Dr. Mantel: Sie sollten sicher zunächst den Befund abwarten und dann in Zusammenarbeit mit ihrem Tierarzt entscheiden, was zu tun ist. Generell kann auch in dem Bereich operiert werden, wobei natürlich die Prognose schlecht ist, wenn der Tumor bösartig und die Zunge mit einbezogen ist...


Hallo, [21. September 2008]

jetzt benötige ich auch dringend Ihren Rat nachdem ich seit langem immer wieder mal auf Ihrer Seite stöbere, die übrigens klasse ist.

Vor drei Wochen haben wir für viel Geld eine BKH Katze (fünf Monate) erworben. Gleich vom ersten Tag an hatte das Mädel Durchfall. Sie macht überall hin, auch mal ins Katzenklo. Zuerst haben wir es für ein Umstellungsproblem durch Streß oder Futter gehalten. Nach ein paar Tagen haben wir unseren Ta aufgesucht. Die Maus hatte Fieber und bekam eine Antibiotikaspritze und Tabletten für weitere fünf Tage. Gebessert hat sich nichts, obwohl sie ständig im Katzenklo sitzt macht sie überall hin, weil ihr der Kot aus dem Po tropft so flüssig ist er. Außerdem stinkt dies erbärmlich. Äußerlich keine Krankheitssymptome ersichtlich, sie frißt, spielt und schmust ganz normal. (Der Züchter zieht sich davon nichts an und behauptet, die Katze wäre bis zum Umzug völlig unauffällig gewesen). Ich hoffe Sie wissen Rat.

Lieben Dank
Petra Hackstein und Happy

Dr. Mantel: Sicher ist es vernünftig, zunächst eine umfassende Kotuntersuchung durchführen zu lassen (Parasiten incl. Einzeller, Keime etc) und man sollte durchaus auch bestimmte Diätfuttermittel anbieten. Hilft das nichts, sollte weiterhin auch eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Der Umstellungsstreß ist sicher mit verantwortlich, aber eben nicht alleine...


Hallo Herr Dr. Mantel, [19. September 2008]

ich habe eine 18 Jahre alte weiße Perserkatze, seit einiger Zeit leidet sie unter starker Zahnfleischentzündung, sie hat braunen Ausfluß aus dem Mund, so das das Weiße Fell ziemlich schlimm aussieht, läßt sich kaum mit Wasser entfernen. Der Tierarzt verabreichte ein Antibiotikum, es hat aber nicht wirklich geholfen. Was kann ich sonst noch tun? Die Katze frißt ganz normal. Der Tierarzt meinte auch, die Katze sei zu alt für eine Narkose und deshalb könnte er die Zähne nicht ziehen. Über einen Rat wäre ich sehr froh.

M.f.G.
Dagmar Fuhrmann

Dr. Mantel: Offenbar ist die Zahnfleischentzündung das wesentliche Problem und so, wie sie es beschreiben ist die Sache auch sicher nicht sehr angenehm für die Katze. Im Idealfall sollte eine Zahnsanierung durchgeführt werden, d.h. eine Entfernung des Zahnsteines mittels Ultraschall, idealerweise polieren der zähne und im schlimmsten Fall auch eine Zahnextraktion, wenn nötig.

Aufgrund ihres hohen alters ist die Katze sicher ein Risikopatient, aber mit entsprechenden Narkosemitteln, Narkoseüberwachung, Blutuntersuchung vorher und der entsprechend vorsichtigem Narkoseregime ist das Risiko sehr klein zu halten. sie so zu lassen scheint mir auch kein guter zustand und eine solche Zahnproblematik, wie sie hier vorzuliegen scheint ist durchaus auch ein sehr ernstes Gesundheitsrisiko!


Hallo, [17. September 2008]

Ihre Seite gefällt mir ziemlich gut.

ich habe eine drei Jährige Katze Namens Pumba sie wiegt etwa 6 Kg.

Ich weiß nicht genau wieviel Gramm Futter am Tag sie bekommen darf können sie mir da vielleicht helfen.

Würde mich freuen wenn ich eine Antwort von Ihnen bekommen würde

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Killian

Dr. Mantel: Für eine "normale" Katze, also beispielsweise Europäisch Kurzhaar, ist 6kg fast sicher einiges zuviel. Es geht also hier wahrscheinlich schon eher um Abnehmen.

Wieviel Gramm Futter ist schwer zu beantworten, weil jedes Futter ja unterschiedliche Nährwertmengen hat (Vgl.: ist ein kg Schweinshaxe zuviel? und ist ein kg Karotten sowenig?).

Sie sollten sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen, der zunächst das Idealgewicht ihrer Katze festlegt und dann gemeinsam mit ihnen ein Futter findet, das im Bedarfsfall zum abnehmen geeignet ist; ansonsten gibt es auf den meisten Futterpackungen grobe hinweise, wieviel Futter pro gewicht gefüttert werden kann. auch das sind aber nur richtwerte, denn wie beim Menschen ist es so, daß der eine mehr essen kann und der andere bei deutlich weniger essen schon zunimmt.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [2. September 2008]

wir hoffen, daß Sie uns helfen können. Es geht um unser Kätzchen 10 Monate alt das immer wieder an einer Zahnfleischentzündung leidet. Wir sind deshalb ständig mit ihr beim Tierarzt. Dort wird ihr aber immer nur Penizillin gespritzt, was 3 Monate anhält u. die ganze Sache geht wieder von vorne los. Dies nun schon 3 Mal. Das letzte Mal 3x wöchentlich. Es wurde ein Bluttest gemacht (Leukose u. noch irgend etwas). Aber Gott sei Dank ohne Befund. Sie ist mopsfidel. Zu Fressen bekommt sie Royal Canin kitten u. abends etwas Naßfutter. Ich hoffe, daß Sie uns weiterhelfen können. Wir warten auf Antwort u. bedanken uns schon im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
S.Kröning

Dr. Mantel: Einerseits gibt es tatsächlich eine eigenständige Erkrankung des Zahnfleisches, die ausgesprochen hartnäckig sein kann und nicht leicht zu behandeln ist. Es ist also auch völlig richtig, in diese Richtung zu untersuchen bzw. anderes auszuschließen (Stichwort Leukosetest etc).

Andererseits ist ihre Katze in dem alter auch noch im Zahnwechsel, was u.U. einen Gutteil hierzu beitragen kann.

Sofern es ihr an sich gut geht ist (in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt) zu überlegen, ob eine Behandlung derzeit wirklich nötig ist.

Sollte sie Probleme mit fressen, schmerzen etc haben, muß, so unangenehm es sein kann, die Zahnfleischentzündung (Gingivitis/Stomatitis) weiter abgeklärt und behandelt werden. Hierbei umfaßt die Palette der Möglichkeiten immunstimulierende Medikamente, Cortison, Antibiose, antivirale Medikamente und in letzter Instanz das entfernen der Backenzähne).


Sehr geehrter Herr Doktor Mantel, [18. August 2008]

ich habe mir bei einer Zucht im Allgäu einen kleinen Maine Coon Kater (heute 13Wo.) ausgesucht, der wegen einer Mittelohrentzündung eigentlich erst später nach Abheilung zu mir kommen sollte. Die Tierärztin der Züchterin diagnostizierte eben diese Mittelohrentzündung vor Ihrem Urlaub, und verordnete Antibiotika und Augentropfen die ins Ohr verabreicht werden sollten. Der Zustand des Kleinen verbesserte sich nicht wirklich, nach wie vor Kopfschieflage.

Nachdem die Tierärztin ihren Urlaub beendet hatte, hat die Züchterin den Kleinen nochmals untersuchen lassen, und mich davon in Kenntnis gesetzt, daß die Tierärztin anriet den Kater einschläfern zu lassen.

Umgehend habe ich den Kleinen im Allgäu abgeholt, und bin mit ihm in München in eine Tierklinik gefahren, in der er geröntgt wurde (Kosten hierfür € 280,00). Diagnose: hochgradig bakterielle Außenohrentzündung, die von einem Polyp der vor dem Trommelfell sitzt (Trommelfell ist durch den Polyp nicht zu sehen)ausgelöst wird. Nun soll der Polyp operativ entfernt werden (Kosten hierfür ca. € 600,00-800,00.)

Ansonsten ist der Kleine quietschfidel, frißt anständig, und tobt herum :))

Jetzt meine Fragen; Kann dieser Polyp nur operativ entfernt werden, wenn ja, wie sind die Heilungschancen, bzw. kann der Polyp nachwachsen? Auch habe ich gehört, daß Gesichts oder Augenmuskeln bei dieser OP verletzt werden können. Wie hoch ist die Chance, daß die Schieflage des Kopfes sich regeneriert? Es tut mir in der Seele weh, wenn ich den Kleinen so laufen sehe.

Ich hatte den Kater noch nicht mal 1 Tag und war schon € 280,00 für Tierarztkosten los, da die Kosten natürlich für mich auch heftig sind, würde ich gerne wissen, ob es eine Alternative zur OP gibt, und wie die Heilungschance der OP aussieht.

Für Ihren Rat wäre ich wirklich sehr dankbar.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Driess

Dr. Mantel: Generell finde ich richtig, den kleinen zu behandeln und nicht am beginn seines Lebens dasselbe schon zu beenden. Wie die Aussichten im Einzelfall sind ist ohne Untersuchung des Patienten und ohne genaue Kenntnis der Ergebnisse nicht gut möglich, aber ich würde bei einem Polypen genau wie vorgeschlagen verfahren (sprich: OP), denn eine mechanische Blockade wird leider durch Medikamente nicht besser.

Generell besteht bei jeder Operation ein Risiko, auch bei dieser. Allerdings ist auch die Erfolgsausicht sehr gut und eine andere Möglichkeit besteht nicht wirklich, insofern tut man sich mit der Entscheidung leicht...

Im Übrigen kann sich leider eine hochgradige Entzündung des Gehörganges auch auf das Mittelohr ausbreiten; spätestens dann müssen sie auch jeden Fall operieren lassen und die Sache wird noch risikobehafteter und teurer.

Natürlich sind die Kosten nennenswert, aber auf ein Katzenleben hochgerechnet dann doch wieder überschaubar.

Ich wünsche ihnen und dem kleinen viel Erfolg!


Sehr geehrter Dr. Rasso Mantel [31. Juni 2008]

Unser Kater (und 2 Kätzchen) sind 4 1/2 WOCHEN jung!

Seit 1 1/2 Wochen bekommen sie Katzennahrung ... junior... und zusätzlich Katzenmilch, vom Tierarzt empfohlene Zusatzfütterung zur Säugung!

(Ich habe seit meinem 2. LJ. immer Katzen gehabt, kann mich aber an ein solches Problem nicht erinnern...)

Die Probleme: "zuerst einen Tropfen Milch vorne rein und hinten raus... Dagegen haben wir jetzt Tropfen und es funktioniert!"

Das größere Problem ist, der Kater hat Hunger, macht 2-3 Bissen, steht dann still und wenn er kaut KNIRSCHT er SEHR LAUT MIT DEN ZÄHNCHEN!

Er Ist jetzt schon sehr abgemagert und bekommt Austronautennahrung für Hunde (auch für Katzen geeignet), kann oder will auch da (trotz HUNGER!) nicht wirklich trinken!

Eine Zahnfehlstellung ist nicht vorhanden!

WARUM ??? KNIRSCHT ER MIT DEN ZÄHNEN und KANN TROTZ HUNGER NICHT WIRKLICH ESEN? Wenn er zur Futterschüssel kommt, merkt man seine Freude, nach 2-3 Bissen ist es aus!

Die Katze kann aber nicht mehr zur Gänze alle 3 satt bekommen!

Was ist los?? Was kann ich tun?????

Ich erwarte DRINGEND IHRE ANTWORT!

Lieben Gruß und herzlichen Dank im vorhinein!
Fr. Sylvi

Dr. Mantel: Wenn der Kleine bereits abmagert obwohl er Futter hätte und auch Hunger hätte muß in der Maulhöhle bzw. der Speiseröhre ein Problem vorliegen.

Dieses Problem sollte dringend unter einer (oberflächlichen) Narkose untersucht werden, u.U. auch mit Kontrastmittel-Röntgenaufnahmen der Speiseröhre, um Abhilfe zu schaffen.

Sie werden nicht umhin kommen, die Sache von einem Tierarzt ansehen zu lassen, sonst verhungert Ihnen der kleine Kater.


Guten Abend Herr Dr. Mantel, [26. Juni 2008]

vor einer Woche hat unsere Katze Lilly zwei Welpen bekommen. Das Männchen hat aber einen Knick im Schwanz, kann den Schwanz aber bisher ohne Probleme bewegen, soweit es in diesem Alter schon geht. Können Sie mir bitte sagen, was das ist? Bleibt der Schwanz so oder verwächst es? Muß oder kann man es korrigieren lassen? Wird er Schwierigkeiten mit dem Schwanz in der Zukunft haben? Für Ihre Antwort bedanke ich mich bereits im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Julia Sepak

Dr. Mantel: Warum der Schwanz geknickt ist kann ich Ihnen so auch nicht sagen, u.U. handelt es sich um einen angeborenen Fehler der Wirbelknochen, womöglich ist auch während/nach des Geburtsvorganges eine Verletzung entstanden etc.

Im Normalfall wird das den kleinen Kater nicht einschränken, muß also im Allgemeinen auch nicht behandelt werden.

Sollten wirklich Probleme auftreten, kann man überlegen, das (z.B. in der Narkose, die für die Kastration erforderlich sein wird) entsprechend zu behandeln.


Sehr geehrter Herr Doktor Mantel, [22. Juni 2008]

ich habe den Rat befolgt und alle Fragen im Forum gelesen, damit keine Doppelfragen kommen. Ich habe viel gefunden was auf meine Minza (Katze) zutrifft, aber nicht in geballter Form wie meine Katze es hat.

Minza ist 14 Jahre alt und war immer gesund. Und voriges Jahr fing es an:

Sommer 2007: Minza leckt sich die Haare vom Unterbauch (Gesäugegend) - Das ist bis Heute so.

Jänner 2008: Sie hinkt stark auf einer der Vorderpfoten, was aber nach Behandlungen beim Tierarzt wieder aufhörte. Untersuchungen an den Gelenken ergab nichts.

März 2008: Sie fraß schlecht und ihr wurden 3 Zähne gezogen und der Zahnstein entfernt.

Mai 2008: Minza frißt immer weniger und nimmt von über 4 Kilo auf 3,60 Kilo ab. Sie übergibt sich oft und unterschiedlich. Vor dem Fressen, danach oder 2 Stunden danach. Immer ist eine leicht rosa Färbung im Erbrochenen. Sie bekommt dann viele Spritzen und Wasserinfusionen. Blut, Urin und ein Röntgen ergaben NICHTS.

Juni 2008: Ich entdeckte eine kleine Beule auf ihrem Rückgrat (zwischen den Schulterblättern) und sie wurde am 16. Juni sofort operiert. Der Tumor wurde eingeschickt, aber ich weiß den Befund noch nicht. Von 17 – 19. Juni fraß sie endlich wieder halbwegs normal, aber Gestern und Heute putzt sie wieder nur den Saft vom Fressen. Sie hatte 4 Brechattacken und lag dann nur mehr flach atmend auf dem Bett. Zuvor suchte sie in der Wohnung in allen dunklen Ecken herum?

Jetzt liegt sie am Fenster, ist ansprechbar, aber verweigert weiterhin Wasser und Fressen. Sie reagiert aber nicht so wie noch vor einem Tag. Sie schaut nicht ein Mal den Besen an, wenn ich mit ihm an ihr vorbeigehe. Und wenn sie schaut ... dann eher mit den Augen. Also sie dreht den Kopf sehr selten. Aber gehen, miauen und hüpfen kann sie.

Herr Doktor Mantel .... wissen bitte Sie Rat. Ich wäre sehr dankbar, denn ich habe nicht vor, meiner geliebten Minza nur um "des Lebens" Willen das Leben qualvoll zu verlängern. Aber eine "andere" Lösung will ich auch nicht vorschnell einleiten.

Danke für Ihre Mühe
Jutta

Dr. Mantel: Ich glaube, daß mehrere Probleme unabhängig voneinander vorliegen.

Bzgl. des entfernten Tumors warten Sie ja noch auf den Befund, der wird natürlich für die Prognose entscheidend sein. Hinsichtlich des Erbrechens und der Mattigkeit von Minza ist es sehr schwer, eine Ferndiagnose zu stellen... Idealerweise würde ich noch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durchführen lasse.

Sollte auch das keinen Befund erbringen und das Erbrechen bestehen bleiben, würde man (wie beim Menschen in ähnlicher Situation auch) sinnvollerweise auch über eine Magenspiegelung nachdenken. Diese erfolgt in einer leichten Narkose und kann Befunde erbringen, wie einfach auf anderem Wege nicht zu erreichen sind.

Ich teile ihre Ansicht, ein Tierleben nicht um des längeren Daseins willen unnötig zu verlängern. Es kann jedoch auch eine behandelbare Problematik vorliegen und die genannten Untersuchungen können dies möglicherweise klären.


Hallo, [8. Juni 2008]

habe die Seite gelesen und sie half mir auf etwas weiter. Dennoch habe ich noch eine Frage: Gibt es noch andere Zahnerkrankungen bei Katzen? Es sprechen einige Anzeichen dafür, so wie sie beschrieben sind. Unser Kater Aragon hat an einem Backezahn eine sehr rote nicht blutige Entzündung und dazu starken Mundgeruch. Ob der Zahn und das Zahnfleisch schmerzempfindlich sind mag ich nicht einzuschätzen, da sich zumindest unser Kater hinfassen läßt ohne weg zu zucken. Der Zahn selbst hat schon eine Veränderung in der Farbe beige-braun, sieht aber auch schon belagert aus. Der Zahn ist nicht mehr weiß und hat zur Seite raus Ansätze. Was könnte es sein, welche Behandlungsmethoden gibt es und welche Erfolge sind zu erwarten.

Leider muß ich gestehen das wir schon einmal beim Tierarzt waren wegen diesem Problem. Mir persönlich war aber die Behandlungsmethode etwas radikal! Einfach nur ziehen, bei einem Dreijährigen Kater, erscheint mir sehr heftig.

Eins noch: das Zahnfleisch ist nicht zurück gegangen sondern ist eher angeschwollen und zur Zahnspitze angeschwollen.

Über ein Feedback von Ihnen würde ich mich freuen.
MfG M. Kysucan

Dr. Mantel: Die Problematik ist oft, daß unter den Belägen und dem geschwollenen Zahnfleisch der Zahn selbst gar nicht wirklich beurteilt werden kann. Das heißt, zunächst gehört (unter Narkose, hier gibt es sehr schonende zu genau diesem Zweck) der Zahnstein entfernt und das Zahnfleisch genau beurteilt.

Erst danach kann man den Zahn (auf den man dann endlich freie Sicht hat) wirklich beurteilen. Sollten dort Löcher im Zahn zu sehen sein (FORL, hieß früher mal "neck lesions") ist leider die einzige Möglichkeit, den Zahn zu ziehen. Lieber einen oder mehrere Zähne weniger, aber auch keine Schmerzen.

Ansonsten muß/kann man sich erneuet Gedanken machen, aber zunächst gehören mal Beläge und Zahnstein runter, um die Situation einschätzen zu können.


Sehr geehrter Dr. Mantel, [5. Juni 2008]

wir haben einen 4-jährigen blauen BKH-Kater. Vor ca. 2 Jahren fiel mir auf, daß sich sein Fell im Bereich seiner Seiten, Brustbereich und die Bäckchen im Gesicht, sich erst leicht braun verfärben. Dieses Jahr wurde es noch brauner und die Stellen breiten sich aus, Von dem ursprünglich blauen Fell ist im vorderen Bereich nichts mehr zu erkennen.

Ich sprach darauf die Züchterin an, die mir mitteilte es handelt sich wahrscheinlich darum, daß er zuviel in der Sonne wäre und es vom Speichel kommt. Unser Kater ist zwar gerne an der frischen Luft bewegt sich aber am liebsten, wenn er draußen ist im schattigen Bereich unseres Hauses (Unser Gelände ist eingezäunt). Übermäßig schlecken tut er sich auch nicht, komisch ist hierbei das an manchen Stellen, wo er ebenfalls Fellpflege betreibt, überhaupt keine Farbveränderungen zu sehen sind. Als Futter bekommt er seit Jahren nur das gleiche Naßfutter, da er wenig trinkt.

Habe Sie hier einen Rat für mich, welche Ursachen die Fellverfärbung haben kann.

Herzlichen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Baumann

Dr. Mantel: Fellveränderungen, wie Sie sie beschreiben können eine ganze Palette an verschiedenen Ursachen haben. Prinzipiell ist die von der Züchterin angedachte Möglichkeit eine davon, aber im vorliegenden fall sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden, um gemeinsam mit ihm die Lösung Ihres Problems zu finden. Sicher ist hier die Entnahme einer Blutprobe ebenso nötig wie möglicherweise Hautprobenentnahmen etc. Erst mit einer genauen Diagnose können Sie sich an die Behandlung machen.


Hallo, [22. April 2008]

Ich hoffe, daß Sie mir helfen können.

Ich erhielt am Montag die traurige Nachricht daß meine Katze Cindy mehrere Mastzellentumore (überwiegend am Kopf und Halsbereich, kleine im Nacken und an einer Pfote) hat. Leider bösartig. Die Tumore kamen sehr schnell (gestreut).

Cindy frißt mit gutem Appetit, schläft viel.

Muß ich sie wirklich einschläfern lassen (Rat meiner Tierärztin) oder kann ich ihr die verbleibende Zeit ihres Lebens bei mir noch angenehm machen?

Cindy ist fast 9 Jahre alt.

Lieber Gruß
Susi Weigelt

Dr. Mantel: Eine solche Entscheidung sollten Sie in Absprache mit Ihrer Tierärztin treffen.

Sobald der Eindruck entsteht, dass Cindy leidet und keine vernünftige Therapiemöglichkeit mehr besteht, sollte man ihr meines Erachtens nicht zu lange zumuten, diesen Zustand ertragen zu müssen.

Glücklicherweise können wir unseren Tieren den letzten Gefallen tun, Ihre leiden abzukürzen, wenn nicht mehr zu helfen ist und diese Möglichkeit sollten wir auch nutzen.

Sehr geehrter Herr Mantel,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Leider ist meine kleine Cindy Sonntag nacht für immer eingeschlafen. Der Krebs war zu stark. Ich habe sie gestreichelt während sie schlief und sie ist in den Immerschlaf übergegangen in Frieden und ohne Leiden. Ich vermisse sie sehr.

Ich finde es sehr toll daß es Ihre Seite hier gibt.

Ein liebes Dankeschön und weiter so..
Lieber Gruß Susi


Guten Morgen! [14. März 2008]

Ich habe eine wirklich für mich wichtig-bedeutende Frage über meine Katze, da sich das Problem sehr entwickelt (ins Negative) und mein Partner bald verlangt daß die Katze sonst weg muß.

Seit August haben wir unseren Kater. Er ist ca. 6 Jahre alt, haben ihn von unserer Nachbarin "übernommen" da diese ins Altersheim mußte.

Vorher hatte ihn unser Wohnungsvorbesitzer, der hatte ihn jedoch im Winter bei Schnee und Kälte "verstoßen". Wir sind also praktisch seine 3. "Familie". Es hat anfangs etwas gedauert, doch jetzt ist er sehr zutraulich - wenn nicht etwas zu sehr! Bei der alten Dame konnte er aus und ein im haus, da es einen Vorbau gab. Auch durfte er bei ihr im bett schlafen.

Bei uns geht das mit ein und aus nicht ganz so leicht – es muß jemand die Tür öffnen, und im bett durfte er nur bei den Füßen schlafen.

Doch seit ein paar Wochen fängt es an: nachts tabt er durch die Wohnung, steigt schnurrend über die Kopfpölster, miaut, will raus, wenn ich ihn mal rauslasse, will er gleich drauf wieder laut-miauend wieder rein. Dadurch daß er wirklich extrem viele haare verliert, und seit ca. 3 Wochen immer kleine Kotreste "verliert" darf er auch nicht mehr ins bett. Er hat ein heiß-geliebtes Katzenkörbchen, jedoch will er nachts zu uns.

Mein Partner hat nun die Schlafzimmertür geschlossen, und um punkt 3:00 nachts will die Katze rein – das Tier hat 5 Kilo, sie können sich vorstellen wie sich das anhört bzw. uns aus den schlaf reißt.

Gibt es nicht Schlaftabletten für Tiere?

Er soll nur von 23:00 bis 7:00 schlafen, sonst wird mein Partner wirklich verlangen, daß ich ihn weggebe, und ich hänge doch sehr an dem Tier, und ein weiters mal "verstoßen" zu werden, wäre psychisch wahrscheinlich auch nicht gut.

Bitte geben Sie mir eine Antwort, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt.

BESTEN DANK!!!

Dr. Mantel: Das ist leider ein Problem, das nicht auf die Schnelle und vermutlich auch nicht durch mich geklärt werden kann….

Im Wesentlichen scheint hier ja ein Verhaltensproblem zugrunde zu liegen, das am besten bei einem Kollegen aufgehoben ist, der sich auf so etwas spezialisiert hat (gibt es durchaus vermehrt, nennt sich Fachtierarzt für Verhaltenskunde).

Das einzige, was ich als Versuchsmaßnahmen nenne kann, sind Sprays/Verdampfer von sog. Pheromonen, also Geruchs-Botenstoffen, die ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit verströmen, gibt’s beim Tierarzt, leicht in die Steckdose zu bringen und rel. Preiswert.

Wenn’s damit nicht klappt, würde ich mir wirklich rat bei einem Experten für Verhaltenskunde holen.

Schlafmittel oder Sedativa im eigentlichen Sinne sind hier eher nicht hilfreich und wenn überhaupt nur nach genauer tierärztlicher Untersuchung zu verabreichen, um keine Schäden auszulösen.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [9. März 2008]

mein Kater (reine Wohnungskatze), inzwischen 12 1/2 Jahre alt, war ca. 8 Wochen alt, als ich ihn aus einem privaten Haushalt geholt habe. Er wurde mit seiner Mutter und seinen Geschwistern im Garten ohne Unterschlupf gehalten. In der Futterschale lagen nur ein paar ausgetrocknete Reiskörner. Das Wetter war in dieser Zeit kühl und regnerisch.

Der kleine Kater war stark erkältet. Er mußte ständig nießen und dabei kam grün, gelber Auswurf aus seiner Nase. Ich bin gleich mit ihm zum Tierarzt. Ab dann begann eine sehr lange Krankheitsphase (Geschichte) und viele Tierarztwechsel für meinen Kater. Er wurde bei den unterschiedlichen Tierärzten und Kliniken mit Antibiotika und Penicillin voll gepumpt. Diese Behandlungen ergaben nur kurzzeitig eine Verbesserung. Die Erkältung war in der Zwischenzeit schon auf die Lunge übergegangen. Der Kater hatte starke Atemprobleme. Lag auf der Seite und atmetet schwer mit offenem Mund. Hals, Zahnfleischentzündungen und Fieber, sowie Schnupfen und Husten waren inzwischen zu einem Dauerzustand geworden. Öfters wurde der Kater schon als fast tot erklärt. Auf die allgemeinen Katzenseuchen wurde er, ohne Ergebnis, untersucht. Die Blutuntersuchungen ergaben, daß er eine normale Erkältung haben muß. Durch eine Bekannte, bin ich dann an eine sehr gute Tierklinik gekommen. Dort wurde der Kater zum erstenmal wirklich untersucht. Die Lunge geröntgt, Blutuntersuchung und ein Rachenabstrich, um die Vieren/Bakterien zu bestimmen, durchgeführt. Er bekam die passenden Antibiotika verschrieben. Endlich ging es meinem Kater gut. Zum erstenmal in seinem Leben. Durch die lange Krankheitszeit jedoch, war sein Immunsystem leider dauerhaft geschädigt, worauf mich die Tierklinik auch hingewiesen hat. Es kam daher in längeren Abständen vor, daß er wieder Husten und Zahnfleischentzündungen bekam und erneut behandelt werden mußte.

Irgendwann, wurden die Rückfälle immer seltener, bis sie ganz aufgehört haben. Sein Immunsystem hatte sich über die Jahre wieder etwas stabilisiert. Dann, vor ca. 5 Jahren, fing er sich an das Kinn und die Schläfen aufzukratzen. Seinen Bauch putzte er solange, bis das Fell weg und die Haut ganz rot und verkrustet war. Ich bin wieder in die Tierklinik mit ihm gefahren. Sie haben ihm Blut und Hautproben entnommen. Da man keine Auffälligkeiten feststellen konnte und er weder unter Parasiten noch Pilzen leidet. Ist es naheliegend, daß er eine Allergie hat. Leider scheint die Tierklinik, so gut wie sie ihm vorher geholfen hat, mit dieser Situation überfordert zu sein. Eine Behandlungstherapie wurde nicht eingeleitet, noch konnte man mir genau sagen, wie man hiermit verfahren könnte. Durch die Allergie, kam es zu Begleiterscheinungen. Er kratzte sich schon zweimal durchs Auge. Natürlich wurde das dann behandelt. Dann bekam er Fieber und danach eine schwere Ohrentzündung. Diese Begleiterscheinungen wurden in der Klinik ebenfalls behandelt. Auf meine Frage, was man gegen die eigentliche Ursache, die Allergie, machen könnte,